Die Seifenkiste

Seifenkistenrennen
Seifenkistenrennen am Mehringdamm 1961

Seifenkisten sind kleine motorlose Rennwagen auf vier Rädern, die von einer Rampe starten um Schwung zubekommen und bis zu
50 km/h schnell werden können.

Die ersten „Kinderautomobilrennen“ fanden in Deutschland schon in den Jahren 1904-1909 im Taunus statt. Der Name „Seifenkiste“ (Soap Box), entstand erst in den 30er Jahren in den USA, wo ein Seifenfabrikant den Bauplan eines Kinderfahrzeuges auf seine Transportkiste druckte und später auch noch die dazu notwendigen Metallteile lieferte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg brachten amerikanische Soldaten, als Teil ihres politischen Demokratisierungsprogrammes, die Seifenkiste wieder nach Deutschland. Die Seifenkisten mussten von den Jungen (Mädchen waren erst Jahre später startberechtigt) selbst gebaut werden.

1951 gründete die Adam Opel AG die Organisationszentrale für den Seifenkistenrennsport. Opel brachte einheitliche Rennvorschriften heraus und stellte Bausätze mit Rädern und Lenkung her.

Die Adam Opel AG zog sich 1971 aus dem Seifenkistenrennsport zurück.
Als Nachfolgeorganisation gründete sich 1973 der Verein Deutsches Seifenkisten Derby e.V. (DSKD), der bis heute einheitliche Rennvorschriften erlässt und Bausätze vertreibt.

Höhepunkt des Seifenkistenrennsports ist die jährliche Deutsche Meisterschaft,
diese wird in drei offiziellen Klassen ausgetragen:
Junior-, Senior- und Elite-XL-Klasse.