

Die Klassen im DSKD-Seifenkistensport
Alle Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 18 Jahren können sich
in folgenden Rennklassen an den DSKD-Rennen beteiligen:
JUNIOR-Klasse: 8 - 12 Jahre, Gewicht mit
Fahrer max. 90 kg
SENIOR-Klasse:
11 - 18 Jahre, max. 113 kg
XL-Klasse: 13-18 Jahre, max. 125 kg
Die Klassenteilnahmeberechtigung beginnt am 1. Januar des
Jahres, in dem der Teilnehmer 8 bzw. 11 oder 13 Jahre alt wird und endet am 31.
12. des Jahres, in dem der Teilnehmer 12 bzw. 18 Jahre alt geworden ist.
Zusätzliche Bedingungen für die XL-Klasse: Mindestgröße 1,75m/1,80m oder Mindestgewicht 60 kg/65 kg (Mädchen/Jungen)
Für die Berliner und Deutsche Meisterschaft ist nur in der JUNIOR-, SENIOR- und Elite XL-Klasse eine Qualifizierung möglich.
Die Seifenkiste darf in einer Veranstaltung nur von einem Fahrer gefahren werden. In besonderen Fällen, allerdings nicht in einer DM-Qualifikation, kann die Rennleitung Ausnahmen zulassen.
Alle DSKD-Kisten werden von einer Rampe gestartet.
Für die DSKD-Klassen gelten die Bauvorschriften und Rennregeln des Deutschen Seifenkisten-Derby (DSKD) verbindlich. Seifenkisten, die nicht dieser Bauvorschrift entsprechen, können nur in der offenen Klasse starten. Eine Qualifikation für die Berliner und Deutsche Meisterschaft ist in der offenen Klasse nicht möglich.
In der JUNIOR-Klasse gelten strenge Reglementierungen: Die Bauform der Holzkarosserie ist weitgehend festgeschrieben; alle Mechanikteile müssen vom DSKD bezogen und dürfen nicht verändert werden.
In der SENIOR-Klasse haben die Karosseriebauer schon deutlich mehr Freiheiten. Hier gibt es Sitz- und Liegekisten, die Karosserie ist heute meist aus Glasfaser und deutlich „windschnittiger“ (Zigarrenform).
Die XL-Klasse entspricht weitgehend den „Senioren“, die Seifenkisten sind etwas länger und müssen einen festgelegten Umfang haben.
Alle Seifenkisten der DSKD-Klassen erhalten für die Qualifikationsläufe neutrale Räder. Die Räder werden für das Rennen verlost. Wie bei allen Rennen sind nach der Technischen Abnahme (TA) Veränderungen an den Seifenkisten nicht mehr erlaubt. Evtl. notwendige Reparaturen sind nur unter Aufsicht und nach Genehmigung der Rennleitung gestattet.
Die vollständigen Bauvorschriften können unter www.dskd.org kostenlos heruntergeladen werden. Zu beachten ist unbedingt das Mindestgewicht auf der Vorderachse.
Die Wertung erfolgt in den DSKD-Klassen nach der erreichten Zeit, d.h. der Pilot/die Pilotin mit der schnellsten Gesamtzeit gewinnt. Für eine optimale Chancengleichheit fahren alle Piloten abwechselnd auf allen Bahnen. Falls das Rennen (z.B. wegen starken Regens) vorzeitig abgebrochen werden muss, kann die Zeit des Probelaufs in die Gesamtwertung einbezogen werden.
1. Die Rennen werden auf Rennstrecken gefahren, die ein Gefälle haben. Die Höchstgeschwindigkeit darf an keiner Stelle der Rennstrecke 60 km/h übersteigen. Die Rennstrecke muss so beschaffen sein, dass der Fahrer die Rennstrecke zwischen Start und Ziel ohne Betätigung der Bremse gefahrlos durchfahren kann. Ein Bremsen zwischen Start und Ziel darf nur erforderlich werden, wenn plötzlich eine Gefahr auftritt. Nach der Zieldurchfahrt ist die Bremse zum Anhalten des Fahrzeuges zu betätigen.
2. Die Rennstrecke muss an den Stellen, an denen ein erhöhtes Risiko zu vermuten ist, z.B. Kurven, Ziel, Zielauslauf, ausreichend mit Strohballen oder anderen effektiven Sicherungen gesichert sein. Die Rennstrecke muss von der örtlichen Aufsichtsbehörde genehmigt sein.
3. Der Start muss von einer Startrampe erfolgen, deren Höhe der Neigung der Rennstrecke angepasst sein muss. Die Seifenkisten müssen entweder an ihrer Spitze oder an den Rädern von einer Startklappe gehalten werden. Jede zur Hangabtriebskraft zusätzlich wirkende Starthilfe ist verboten.
4. Die Zeitmessmethode und der Rennmodus müssen in der jeweils für die Veranstaltung gültigen Rennausschreibung bindend festgelegt sein und jedem Teilnehmer vorher, also spätestens bei der Anmeldung, bekannt gemacht werden.
5. Die Verwendung von Schmier- und Reinigungsmitteln für die Räder muss in der jeweiligen Rennausschreibung festgelegt sein. Für die Deutsche Meisterschaft gelten Sonderbestimmungen in Bezug auf die Räder. Sie werden in der Ausschreibung festgelegt.
6. Bei der Deutschen Meisterschaft ist zwecks Laufkontrolle nach der Rädermontage nur ein Anwerfen von Hand ohne jegliche Hilfsmittel erlaubt.
7. Mit der Anmeldung zu einem Vorlauf zur Deutschen Meisterschaft verpflichtet sich der Teilnehmer, das Rennen nur mit einer Seifenkiste zu bestreiten, die strikt nach den offiziellen Bauvorschriften des DSKD e.V. gebaut worden ist.
8. Jede Seifenkiste wird vor der Teilnahme an einem Rennen von einem Inspektionsausschuss auf die Einhaltung der Bauvorschriften geprüft. In besonderem Maße wird die Lenkung, Bremse und die Seil-führung bzw. Sicherung der Seile geprüft. Bestehen schon geringe Zweifel an der Sicherheit dieser Teile, muss die Beanstandung behoben werden. Ist dies aus Zeitgründen nicht möglich oder weigert sich der Teilnehmer, die angeordneten notwendigen Verbesserungen durchzuführen, erfolgt der Ausschluss vom Rennen.
9. Über den Ausschluss einer Seifenkiste oder eines Fahrers entscheidet alleinig das jeweilige Schiedsgericht unter Ausschluss des Rechtsweges.
10. Nach erfolgter Freigabe der Seifenkiste durch den Inspektionsausschuss dürfen an dem Fahrzeug keine Veränderungen (einschließlich Räder, Gewicht) mehr vorgenommen werden.
11. Eine Seifenkiste, die inspiziert wurde und nachher beschädigt wird, kann mit Genehmigung der Rennleitung repariert werden. Die Reparaturdauer kann durch die Rennleitung zeitlich begrenzt werden. Die Reparatur muss unter Überwachung durch einen Beauftragten der Rennleitung erfolgen.
12. Ohne aufgesetzten und festgebundenen Schutzhelm darf kein Trainings- oder Rennlauf bestritten werden. Der Helm darf während der Fahrt nicht verrutschen können und so den Fahrer in der Sicht behin-dern. Dies ist vor jedem Start an der Rampe zu prüfen. Erlaubt sind der offizielle DSKD-UVEX-Schutzhelm und Helme der Normen DIN 4848 oder ECE 22-02/03 …... (Motorradhelm). Am Lack und an den Visieren dieser Helme dürfen keine Veränderungen vorgenommen werden.
13. Der Fahrer muss während der gesamten Fahrt den Lenker mit beiden Händen halten. Dabei dürfen sich die Hände bzw. die Arme nicht überkreuzen. Die Füße müssen sich während der Fahrt in ständiger Bremsbereitschaft befinden (vergl. Pkt. 4.4.2 und 4.4.5 der SENIOR-Bauvorschrift und 4.4.3 der JUNIOR-Bauvorschrift).
14. Die jeweils zugeteilte Bahn ist auf der gesamten Rennstrecke, einschließlich des Zielauslaufes, einzuhalten. Überfährt ein Teilnehmer vor dem Ziel die Begrenzung, erhält er eine Strafzeit. Wurde ein Teilnehmer ohne Eigenverschulden daran gehindert, seinen Lauf korrekt zu fahren, darf er diesen wiederholen.
15. Alle DSKD-Rennen, einschließlich der Gästerennen, werden mit neutralen Rädern ausgefahren. Für die neutralen Räder sind die Regionen zuständig.
16. Ist bei Nässe der gefahrlose
Rennverlauf nicht mehr gewährleistet, muss das Rennen abgebrochen
werden.